Schulchronik

Im Schuljahr 1956/57 wurde in der Knabenvolksschule am Schießstättenweg in Neumarkt eine Sonderklasse errichtet. Ein Lehrer unterrichtete zunächst 16, am Ende des Schuljahres 25 Kinder jahrgangsübergreifend von Klasse 1 bis 4.

Im folgenden Schuljahr wurde eine zweiklassige Hilfsschule als katholische Bekenntnisschule errichtet. Sie war in einem Klassenzimmer der Knabenvolksschule untergebracht, so dass für die Unter- und Oberstufenklasse Wechselunterricht stattfinden musste. In jeder Klasse waren ungefähr 20 Schüler/innen. Angesichts der Klassenstärke an Volksschulen galten die Hilfsschulklassen als „klein“. Träger der Schule war die Stadt Neumarkt.

1960 bezog die Berufsschule den Neubau in der Weinberger Straße. Der Hilfsschule wurden nun zwei Klassenzimmer zugestanden. 1963 wurde die Hilfsschule dreiklassig. Unterrichtet wurde in dem Schulhaus Bräugasse, doch das Lehrerzimmer befand sich in der Schule am Schießstättenweg. In diesem Schuljahr mussten drei notorische Schulschwänzer dem Jugendamt gemeldet werden.

Die Hilfsschule wurde 1965 unter dem neuen Namen „Sonderschule L“ (Sonderschule für Lernbehinderte) auf vier Klassen erweitert. Der Unterricht fand nur in drei Klassenzimmern statt. 1968 wurde die mittlerweile aus fünf Klassen bestehende Sonderschule wieder an der Volksschule am Schießstättenweg untergebracht.

1971 wurde die zehnklassig gewordene Sonderschule auf zwei Schulgebäude verteilt: Die Klassen 1 bis 4 waren in der Bahnhofsschule, der früheren evangelischen Schule, und die Klassen 5 bis 9 in der Schießstättenschule untergebracht. Durch die Gründung einer zweiten Sonderschule im Landkreis Neumarkt in Parsberg im April 1973 gehörten zum Sprengel der Sondervolksschule Neumarkt 32 Gemeinden des nördlichen Landkreises. Träger der Schule wurde das Landratsamt. Ein Jahr später wurde die „Sondervolksschule für Lernbehinderte“ in „Erwin-Lesch-Schule für Lernbehinderte in Neumarkt – Sondervolksschule“ umbenannt. Die Gesamtschülerzahl betrug mittlerweile 232 Schüler. Es gab Klassen mit 29 Schülern. 1975 begann das Schuljahr unter erschwerten Bedingungen: Die Erwin-Lesch-Schule war in drei Schulhäusern untergebracht. Zusätzlich fanden nämlich Klassen im alten Willibald-Gluck-Gymnasium Unterschlupf. Im zweiten Halbjahr konnten alle Klassen in dem früheren Gymnasialgebäude untergebracht werden. Allerdings musste das Gebäude mit der Fachoberschule geteilt werden.

Bis zum Schuljahr 1979/80 wuchs die Schule auf 14 Klassen an. Im Mai 1980 wurde für Sprach- und Entwicklungsverzögerte die schulvorbereitende Einrichtung „SVE“ unter der Trägerschaft der Lebenshilfe Neumarkt gegründet. Im Schuljahr 1985/86 wurden die Diagnose- und Förderklassen eingeführt. Um die Raumenge einzudämmen, wurde die Aufstockung der Fachoberschule genehmigt. Im August 1986 begannen die Bauarbeiten, die zugleich einer Generalsanierung des Schulgebäudes dienten. Es mussten vorübergehend fünf Klassen in die Bahnhofsschule ausgelagert werden. Im Sommer 1988 wurden die Sanierungsarbeiten des Schulgebäudes abgeschlossen. Die Schule erhielt einen Personalcomputer für 27 500 Mark. Zum Schulsprengel gehörten nun auch die Jahrgangsstufen der Hauptschulstufe der Stadt Berching.

Im Schuljahr 1990/91 gab es erstmals eine Schulzeitung. Der Schulgarten wurde angelegt. Die Schülerzahlen stiegen weiter an, so dass im Schuljahr 1996/97 vier Klassen in die Schießstättenschule ausgelagert werden mussten. Zum Schuljahr 1998/99 zog die Fachoberschule aus, so dass nun das gesamte Gebäude vom Förderzentrum genutzt werden konnte. Um die Wege zu verkürzen, wurde eine Kommunikationsanlage mit 30 Handys installiert. Der Südhof wurde zu einem Erlebnispausenhof umgestaltet.

Im Schuljahr 2013/14 erhielt die Schule einen neuen Namen. Unter dem Namen "Sonderpädagogisches Förderzentrum Neumarkt SFZ Neumarkt“ blickt sie nun neugierig auf die Zukunft.